Ich zeige auch das, was nicht funktioniert hat.
Drei eigene Projekte. Zwei davon sind gescheitert, und ich weiß ziemlich genau, woran.
Alex, 26, aus Wien.
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Das ist mein stärkstes Stück, weil hier vieles zusammenkommt, was Marketing ausmacht: täglich produzieren, eine eigene Bildsprache halten, Formate an Zahlen messen und mit Marken kooperieren.
2019 habe ich einen Instagram-Kanal über Shisha gestartet. Ohne Reichweite, ohne Budget, ohne Vorwissen im Marketing.
Höchststand 15.000 Follower, rein organisch, ohne einen Euro Werbebudget.
Aus 20 dokumentierten Beiträgen aus Februar und März 2020, bei damals rund 13.000 Followern: im Schnitt 1.199 Likes und 19 Kommentare pro Beitrag. Das entspricht rund 9 % Engagement bezogen auf die Followerzahl. Als Richtwert gelten 1 bis 5 Prozent.
Stärkster dokumentierter Beitrag: 4.987 Likes und 64 Kommentare.
In den 20 dokumentierten Beiträgen aus sechs Wochen kamen 19 verschiedene Marken vor.
Instagram zeigt für so alte Beiträge keine Insights mehr an. Die Zahlen oben stammen deshalb aus dem, was am Beitrag selbst sichtbar ist.
Heute würde ich vorher festlegen, woran ich ein Format messe, und danach entscheiden. Was mir selbst am besten gefallen hat, war nicht das, was funktioniert hat. Das haben mir erst die Zahlen gezeigt.
Beiträge aus Februar und März 2020. Likes, Kommentare und Datum stammen unverändert aus den Aufnahmen. Profilname und Profilbild sind weggelassen, weil Instagram bei alten Beiträgen den heutigen Kontonamen anzeigt.
Mit einem Freund wollte ich einen eigenen Online-Shop aufbauen: Poster, auf denen das eigene Haustier zum Motiv wird, vom Kunden selbst anpassbar.
Marke, Produkte, Shop und Werbemittel. Die Meta-Kampagnen hat mein Mitgründer aufgesetzt und verwaltet. Die Kampagnenzahlen unten sind Projektergebnisse, nicht meine Arbeit an den Anzeigen.
13.617 Besuche von 8.704 Besuchern. 16 Bestellungen, 522,72 € Umsatz.
Die Kampagnen meines Mitgründers liefen mit 1.559,60 € Budget und brachten 563.820 Impressionen. Die View-Content-Kampagne allein lieferte 12.856 Produktseitenaufrufe zu 0,08 € pro Aufruf.
Umsatz im Verhältnis zum Werbebudget: 0,34.
Nur 71 von 13.617 Besuchen legten etwas in den Warenkorb, 0,5 % statt der üblichen 5 bis 10 Prozent. Conversion-Rate 0,12 % statt 1 bis 2 Prozent.
Heute würde ich zuerst die Seite testen, auf die Besucher geschickt werden. Der Traffic war günstig, gebrochen ist es auf der Produktseite, im Personalisierungsflow. Selbst wer direkt in den Shop kam, legte nur in 0,9 % der Fälle etwas in den Warenkorb. Am Handy, wo 72 % der Besuche herkamen, waren es 0,4 %. Das ist die Diagnose. Das Versäumnis war ein anderes: Wir haben aufgehört, bevor wir den Flow Schritt für Schritt verbessert hatten.
Startseite und Produktseite. Rechts der Personalisierungsflow, an dem der Funnel gebrochen ist. Der Shop ist noch online, schau ihn dir gern selbst an: pet-world.at
Logo und Farbwelt. Ganz am Anfang festgelegt, damit Produkte, Shop und Werbemittel dieselbe Handschrift tragen und die Marke wiedererkennbar wird.
Motive aus dem Sortiment. Jedes davon ist eine Vorlage, die der Kunde mit dem eigenen Tier, Namen und Farben belegt.
Ich wollte wissen, ob ich ein Produkt allein von der Idee bis zur fertigen Umsetzung bringe. Ein Trinkspiel war dafür ideal, weil man sofort merkt, ob es funktioniert: entweder wird gespielt oder nicht.
Fertig gestaltet, getestet, nie produziert.
In Europa hätte ich eine Mindestauflage abnehmen müssen, die ich nicht finanzieren konnte. In China wäre der Stückpreis gegangen, aber die Vorfinanzierung nicht.
Die App ist gebaut und lauffähig. Veröffentlicht habe ich sie nicht, ich habe das Projekt zugunsten von Pet World pausiert.
Heute würde ich die Kalkulation an den Anfang stellen. Ich habe vier Monate gestaltet, bevor ich die Produktionskosten gerechnet habe.
Kartendesign, Icon-System und Verpackung, alles selbst gestaltet.
Die App zum Spiel. Mit KI-Werkzeugen gebaut, React und Capacitor unter der Haube.
Aus der laufenden App: wer an der Reihe ist, und die Wischgeste, mit der eine Karte angenommen oder übersprungen wird.
Ein Wiener Produktionsbetrieb wollte seine in die Jahre gekommene Website ersetzen.
Fertig gebaut, nie live gegangen.
Das Projekt wurde firmenseitig nicht weiterverfolgt. Keine Zahlen, weil die Seite nie öffentlich war.
Heute würde ich vor dem ersten Layout klären, wer im Unternehmen entscheidet und wann. Die Arbeit war fertig, bevor diese Frage beantwortet war.
Startseite und Produktwelt. Firmenname und Logo sind unkenntlich gemacht, das Projekt wurde nie veröffentlicht.
Ich suche eine Stelle als Marketingassistent in Wien. Am liebsten in einem Team, in dem Social Media und Gestaltung in einer Hand liegen. Wenn du Fragen zu einem der Projekte hast, beantworte ich sie gerne im Detail, auch die unangenehmen.
alex.pop.m2309@gmail.com